«Riviera des Nahen Ostens»


Strandpromenade wird nach Donald Trump benannt

US-Präsident Donald Trump es geschafft, Februar 2025 ein neues geflügeltes Wort zu kreieren, das schon jetzt  sinnbildlich für seine groteske, selbstherrliche Politik der zweiten Trump-Administration steht: Die „Riviera des Nahen Ostens.“ In einer Erklärung während des Besuchs des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, äußerte der amerikanische Präsident die Idee, die USA könnten den Gazastreifen „übernehmen“.

Gaza: 92 Prozent der Gebäude sind nach Angaben der Vereinten Nationen entweder vollständig oder teilweise zerstört. Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Infrastruktur – alles in Schutt und Asche. 

Da dort nur noch Trümmer übrig seien, sollen die Bewohner den Gazastreifen verlassen, damit sodann ein Urlaubsparadies mit Luxusimmobilien geschaffen werde, äusserte sich Donald Trump, ganz der Immobilien-Mogul. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu erinnerte sich: „Er sprach über einen Ort, der etwas südlich von hier liegt – in Gaza. Er sagte, dieser Ort müsse zu einem Ort des Friedens, des Wohlstands und des guten Lebens werden, und nicht des Terrors.“

Donald Trump´s irre Statements haben reale Folgen: Außenminister Israel Katz kündigte die Schaffung einer Stelle an, die Palästinenser bei ihrer „freiwilligen Ausreise“ behilflich sein soll. Das dies wahrscheinlich auch der bessere Weg für die Anwohner dort ist, zeigte sich in der Aussage vom damaligen israelischen Verteidigungsminister Yoav Gallant sagte: „Wir kämpfen gegen menschliche Tiere und wir handeln dementsprechend“ und die weitreichende Zerstörung des Gaza-Streifen zeigt, dass damit nicht nur die Kämpfer der Hamas gemeint waren. Bis zu 70 Prozent der Opfer der israelischen Armee sind nach UN-Erkenntnissen Frauen und Kinder.

In der ersten Amtszeit von Donald Trump war sein Schwiegersohn Jared Kushner der den engen Kontakt zum israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu herstellte. Jared Kushner kennt Benjamin Netanyahu bereits seit Kindestagen und seine Familie pflegen eine langjährige persönliche Freundschaft mit ihm, so dass der während eines USA-Besuchs im Hause der Kushner´s in Jared´s Schlafzimmer übernachtete. Als „exklusiver Präsidentenberater“ organisierte dieser dann zusammen mit seinem Schwiegervater, dem US-Präsidenten Donald Trump im Alleingang, dass Jerusalem inklusive des arabischen Ostens der Stadt als „ewige Hauptsdtadt des jüdischen Volkes“ anerkannte und die US-Botschaft dorthin verlegte wurde.

Donald Trump, so tönt Benjamin Netanyahu, sei „der beste Freund, den Israel je im Weissen Haus hatte“. Aus diesem Grund habe er dem Bürgermeister von Bat Jam, Zvika Brot, empfohlen, die Promenade nach dem US-Präsidenten zu benennen. «Genau das tun wir hier heute«, erklärte Benjamin Netanyahu wahrscheinlich symbolisch am 11. September dem jüdische Magazin Tachles. So wurde der Grundstein für eine neue Strandpromenade gelegt, die nach US-Präsident Donald Trump benannt wird. Bei der Zeremonie war auch der US-Botschafter Mike Huckabee anwesend.

Benjamin Netanyahu nutzte die Gelegenheit wie auch Jared Kushner, um über die Zukunft des Gazastreifens zu sprechen. „Präsident Trump hat mehrmals mit mir über Anlagewerte am Meer gesprochen. Er sagte mir, dass wir hier wunderbare Strandgrundstücke haben“…

So haben die beiden Immobilien-Tycoon´s Trump und Kushner ein neues Spielfeld für ihre Immobilienentwicklung entdeckt und erschliessen sich neue lukrative Märkte wie Möglichkeiten. So lassen auch Donald Trump´s jüngste Immobiliengeschäfte sich nur schwer von seinen Amtsgeschäften und -reisen trennen. Seine erste große Auslandsreise führte nach Saudi-Arabien, Katar wie die Vereinigten Arabischen Emirate und damit just in genau jene Länder, in denen seine Familie parallel neue oder ausgedehnte Projekte verfolgt.

Rendering des sich im Bau befindlichen Trump Towers in Jeddah, Saudi Arabien
So soll der Trump Tower Jeddah -Saudi Arabien einmal aussehen.

Im Mai begannen die Bauarbeiten zum Trump Tower Jeddah, einem 47-stöckigen Luxus-Wolkenkratzer an der Küste Saudi-Arabiens am Roten Meer. Zudem kündigte die Trump-Familie den Bau eines Luxus-Golfplatzes in Katar „im Trump-Stil“ als Teil eines 5,5 Milliarden Dollar teuren Entwicklungsprojekts sowie des „Trump International Hotel & Tower“ in Dubai an, eine 80-stöckige Immobilie mit dem höchsten Außenpool der Welt.

Wir sollten also sein Immobilien-Projekt „Riviera des Nahen Ostens“ sehr ernst nehmen und damit auch das Schicksal der betroffenen Bewohner des Gaza-Gebietes.

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Veröffentlicht in GeoPolitik, Menschen, Unternehmen
3 comments on “«Riviera des Nahen Ostens»
  1. […] Am Sonntag kam es bereits zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Generalstabschef Eyal Zamir und Mitgliedern der Netanjahu-Regierung gekommen sein. Zamir warf der politischen Führung und Mossad-Chef David Barnea vor, nicht genug Anstrengungen zu unternehmen, um ein Waffenstillstands-Abkommen zu erreichen. „Akzeptiert den Deal!“, soll Zamir laut israelischen Medienberichten gerufen haben. „Das kann so nicht weitergehen“, soll Benjamin Netanjahu laut einem Bericht des TV-Senders Channel 12 gesagt haben. „Wir haben die Entscheidung getroffen, und ihr müsst sie ausführen.“ […]

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  2. […] einiger der florierenden modernen Wunderstädte im Nahen Osten beigetragen hat. Zahlreiche durchdachte Investitionsvorschläge und spannende Entwicklungsideen wurden von (für Donald Trump) wohlmeinenden internationalen Gruppen erarbeitet, um die […]

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  3. […] setzt zu einem imperialen Eroberungsfeldzug an. Auf der Speisekarte stehen nach dem Coup mit dem Gaza-Streifen neben Venezuela (größte Ölvorkommen der ganzen Welt), auch der IRAN (größte Ergasvorkommen der […]

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