Elon Musk fehlt die Telepathie?!


Telepathie ist die Fähigkeit; Gedanken, Gefühle und andere mentale Inhalte direkt von einer Person auf eine andere zu übertragen, ohne die Nutzung der bekannten Sinneskanäle. Der Begriff, geprägt vom britischen Schriftsteller Frederic W. H. Myers, setzt sich aus dem altgriechischen Wort „tele“ τῆλε tēle „fern“, „weit“ (fern) und „pathos“ πάθος páthos „Erfahrung“, „Einwirkung“ (Leiden, Gefühl, Einwirkung) zusammen. Manchen Menschen wird die Fähigkeit zugeschrieben; Gedanken, Antriebe, Empfindungen oder Gefühle in einer Art Fernwirkung von sich auf eine andere Person oder von einer anderen Person auf sich zu übertragen, was als Gedankenlesen oder Gedankenübertragung bezeichnet wird.

Nun, diese Fähigkeit fehlt Elon Musk offensichtlich noch, denn dann hätte er wissen/ahnen können, das sein Patentantrag vorerst Scheitern würde. Elon Musk sagt immer wieder, dass sein Unternehmen in der Lage sein wird, den Menschen „Superkräfte“ zu geben, so dass der Wunsch, die Begriffshoheit für diese besonderen Fähigkeiten zu haben, logisch erscheint. Dafür wurden für sein neuronales Implantat-Startup Neuralink, Patentanmeldungen der Namen „Telepathy“ und „Telekinesis“ eingereicht, um diese zwei Produktnamen als Marken zu registrieren. Wie sich herausstellte, hatte das Unternehmen Prophetic diese Namen zuerst registriert.

Prophetic gehört dem Informatiker Wesley Berry und zielt darauf ab, „eine radikale Transformation der menschlichen Erfahrung zu pionieren“. Wesley Berrys Antrag auf Telepathie wurde im Dezember 2024 und auf Telekinese im August 2025 angenommen, jedoch werden diese beiden Marken erst dann auf ihn vollständig registriert, wenn er nachweisen kann, dass er sie tatsächlich im Handel verwendet.

Auf der Website von Prophetic heißt es, das Unternehmen möchte ein tragbares Gerät zur „nicht-invasiven Neuromodulation“ entwickeln, um „Menschen zu luziden Träumen zu verhelfen“, heißt es auf der Website, obwohl es online nur wenige Informationen darüber gibt, wie das funktionieren soll. Luzides Träumen oder Klarträumen (Der Zustand entsteht meist in der REM-Schlafphase) bedeutet, dass ein Mensch im Traum erkennt, dass er träumt und damit in vielen Fällen den Traum aktiv steuern kann.

„Sowohl Wesley Berry als auch Neuralink reichten ‚Intent-to-Use‘ – Anträge ein, die es Unternehmen und Erfindern ermöglichen, sich die Markenrechte vorzubehalten, bevor sie die Marke im Handel verwenden“, schrieb das US-Markenamt. „Berry hat drei Jahre Zeit, um dies ab der Annahme zu tun, sonst würden seine Bewerbungen als aufgegeben betrachtet und die Anwendung von Neuralink würde Vorrang haben.“

Hier kommt nun die Telekinese, auch Psychokinese genannt, ins Spiel. Es ist die Fähigkeit, Gegenstände allein durch Gedankenkraft zu bewegen oder zu beeinflussen, ohne physischen Kontakt. Vielleicht fühlt sich Elon Musk mit Neuralink in der Lage, das Blatt für sich mittels Telekinese doch noch zu wenden, indem er dies an Wesley Berry oder dem US-Markenamt zu seinen Gunsten anwendet, um damit gleich den Beweis zu erbringen, das die Telekinese gibt und es durch Neuralink funktioniert.

Elon Musk´s Neuralink arbeitet daran, Gehirn-Computer-Schnittstellen zu nutzen, um Menschen echte „Superkräfte“ zu geben. Elon Musk sieht dies als Antwort auf die existenzielle Bedrohung durch künstliche Intelligenz (KI/AI). Er beschreibt die Ziele von Neuralink mit der Fähigkeit, es Menschen zu ermöglichen, Computer mit ihren eigenen Gedanken zu steuern. Es könnte es auch ermöglichen, den menschlichen Zustand zu verbessern, indem es „Fähigkeiten“ bietet, die von überlegenem Sehen bis hin zur Fähigkeit reichen könnten, Erinnerungen im eigenen Kopf wiederzugeben. „Geben wir den Menschen Superkräfte“, witzelte Elon Musk. Laut Musk wird Neuralink es ermöglichen, Menschen mit Wärmebild- und Adleraugen zu versehen und sogar Blindheit zu heilen. Er sagte auch, dass es mehrere Krankheiten heilen und einige neurologische Störungen behandeln könnte. Nun ja, im öffentlichen Träumen und Ankündigen war Elon Musk schon immer sehr stark.

Gehirn-Computer-Schnittstellen (Brain-Computer-Interface – BCI) sind elektronische Geräte, die es Menschen ermöglichen, mit ihren Gedanken mit Computern zu kommunizieren. Das mag wie Science-Fiction klingen, aber BCIs gibt es schon seit Jahrzehnten. Das Prinzip dahinter ist einfach: Die Aktivität Ihres Gehirns erzeugt ein elektrisches Signal, das von einer Maschine gemessen werden kann. So wie ein FM-Radio so eingestellt werden kann, dass es bestimmte FM-Signale als unterschiedliche Sendungen interpretiert, kann ein Computer verschiedene elektrische Signale als unterschiedliche Befehle interpretieren. Ein BCI ist lediglich das Gerät, das die Signale misst und überträgt. Einige werden extern getragen, andere, wie die von Neuralink, werden chirurgisch implantiert.

Der erste Patient von Neuralink, Noland Arbaugh, hat in zahlreichen Erfahrungsberichten erklärt, dass das Gerät sein Leben verändert hat. Arbaugh war nach einem Tauchunfall gelähmt und konnte seine Gliedmaßen nicht mehr bewegen. Seit seinem experimentellen Implantationsverfahren ist er in der Lage, Computer-Schnittstellen wie Mauszeiger zu steuern, um Videospiele zu spielen, Textnachrichten zu versenden und im Internet zu surfen, indem er nur seine Gedanken einsetzt.

Noland Arbaugh

Am 27. August und 3. September 2025 im Toronto Western Hospital der UHN wurden zwei weiteren Personen das drahtlose Gehirn-Computer-Schnittstellengerät von Neuralink implantiert. Die Operationen wurden als „klinische Studie zur Bewertung der Sicherheit und Funktionalität des Implantats und des Operationsroboter R1 von Neuralink” beschrieben. Der 2,13 Meter große Roboter namens „R1” ist für die Durchführung des speziellen Eingriffs zuständig, bei dem die elektrischen Drähte des Chips in das Gehirn der Person eingenäht werden.

Elon Musk berichtete kürzlich auch über dass das zweite Implantat mit etwa 400 Elektroden, die „Signale liefern“ und ordnungsgemäß funktioniere. Menschen die traditionelle Interaktion mit Computern als „quälend langsam“ empfinden, würden nachdem sie das Implantat verwendet haben, „schneller als jeder Mensch durch Tippen oder Sprechen kommunizieren kann“, erzählt Elon Musk.

Aber ist Schneller gleich Besser? Die grundlegende Soziologie scheint dem zu widersprechen. Elefanten beispielsweise verwenden angeblich etwa 70 verschiedene Trompetentöne und rund 140 visuelle und taktile Signale, Ausdrücke und Gesten. Im Vergleich zum Menschen ist das unglaublich effizient. Der Durchschnittsmensch kennt etwa 27.000 Lemmas (Wortableitungen) und unzählige nonverbale Signale. Elefanten sind damit effizienter, aber sie schreiben keine Literatur oder wissenschaftliche Arbeiten. Darüber hinaus umfasst die menschliche Kommunikation mehr als nur Worte und Bilder. Untersuchungen zeigen, dass unser Gehirn Körpersprache und Mimik im Durchschnitt schneller verarbeitet als schriftliche oder verbale Kommunikation. Letztendlich können Menschen nicht schneller kommunizieren als die Geschwindigkeit ihrer Gedanken.

Eine 2019 veröffentlichte Studie stellt die Hypothese einer weit in der Zukunft liegenden Technologie namens „Neural-Nano-Robotik” auf, die theoretisch in der Lage sein soll, die „86 × 10^9 Neuronen und ∼2 × 10^14 Synapsen” des Gehirns direkt zu überwachen. Der Zeitplan für eine solche Technologie könnte jedoch Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte in der Zukunft liegen, wenn wir die Entwicklunggeschwindigkeit der Künstlichen Intelligenz mal ausser Acht lassen…

Sollte es Elon Musk ehrlich meinen und Neuralink in den Dienst des Menschen stellen, wäre dies in der Tat eine technologische Möglichkeit, der kommenden Künstlichen Intelligenz etwas entgegen zu stellen, was von Menschen kontrolliert werden kann. Insofern ist dieses Thema weiter Spannend und ich werde hier weiter darüber berichten…

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One comment on “Elon Musk fehlt die Telepathie?!
  1. […] welche durch seine X-Plattform über alle notwendigen Daten verfügt, welche mittels Neuralink in jedes menschliche wie Android-gesteuerte Modul zur Verfügung gestellt werden kann. Die […]

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