Die Türkei plant, sein Militär in Nordzypern drastisch zu verstärken!
Während NordZypern gerade einen „Hype“ erlebt, in dem gefühlt jede Woche ein neuer „Neu-Zypriot“ seine Auswanderung wie die Immobilien dort anpreist und verkaufen möchte, spielen sich im Hintergrund bedrohliche Dinge ab, die Du wissen solltest, bevor du dein Bankkonto für eine scheinbar günstige Immobilien-Investition erleichtern möchtest, ebenso die Pläne für eine Auswanderung nach NordZypern, weil es gerade „jeder“ macht und dort das Paradies zu locken scheint.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan plant offenbar eine massive Verstärkung ihrer Militärpräsenz im türkisch besetzten Nordzypern, so berichtete aktuell die staatliche türkische Sendeanstalt TRT. Dem Bericht zufolge soll die Zahl der Soldaten derzeit ca 40.000 auf mehr als 100.000 Mann erhöht werden. Mit der Verlegung zusätzlicher Truppen nach Nordzypern will die Türkei auf die verstärkte Militärpräsenz der USA, Großbritanniens, Israels und Deutschlands im Süden der geteilten Insel reagieren. Für die Türkei ist die Inselrepublik geostrategisch und militärisch von grosser Bedeutung.

Die türkischen Streitkräfte besetzten im Sommer 1974 damals in zwei Invasionswellen fast 40 Prozent des zyprischen Territoriums im Norden der Insel. Mit der Invasion reagierte die Türkei auf den Versuch der damals in Griechenland herrschenden Obristenjunta, Zypern zu annektieren und die türkische Volksgruppe zu vertreiben. Seither sind alle Versuche einer Wiedervereinigung der Insel gescheitert. Die Türkei beharrt auf einer völkerrechtlichen Legalisierung der Inselteilung.
Die Türkei hat in den letzten Jahren und Monaten ihre Präsenz im östlichen Mittelmeer verstärkt und untermauert ihre Ansprüche, was Inseln im griechisch/türkischen Grenzgebiet oder Gasfelder angeht und agiert zunehmend aggressiver. Dazu wurde auch die militärische Präsenz in Nordzypern ausgebaut.
Das GeoPolitisches Drehkreuz
Zypern ist ein bedeutender Brückenkopf an der Schwelle zum Nahen Osten. Die Insel gilt als „unsinkbarer Flugzeugträger“.

Großbritannien unterhält dort zwei Militärbasen, den Luftwaffenstützpunkt Akrotiri und die Garnison Dekelia. Diese stammen noch aus der Zeit vor 1960, als Zypern eine britische Kolonie war. Die Militärbasen sind bis heute britisches Staatsgebiet und damit auch legitimes Ziel von Gegnern wie Russland, IRAN und dem JEMEN.
Auch die USA zeigen jetzt auf Zypern Flagge. Im Januar 2024 hatte der scheidende US-Präsident Joe Biden ein Abkommen unterschrieben, das eine engere militärische Zusammenarbeit mit der Republik Zypern sowie US-Waffenlieferungen für die zyprische Nationalgarde vorsieht. Im Frühsommer 2025 verlegten die USA Tank- und Transportflugzeuge der US Air Force auf die Militärbasis Andreas Papandreou bei Paphos im Süden im Konflikts zwischen Israel und dem Iran. Die US-Marinebasis Mavi soll für 200 Millionen Euro dazu weiter ausgebaut werden. Die von den USA genutzte Luftwaffenbasis Andreas Papandreou steht auch den israelischen Luftstreitkräften zur Verfügung.
Auch Deutschland ist mit etwa 1.000 Soldaten der Bundeswehr auf Zypern präsent. Nach dem Terrorüberfall in Israel am 7. Oktober 2023 wurden Spezialkräfte des Heeres und der Marine für eventuelle Evakuierungsmaßnahmen dort stationiert.
Was die türkische Regierung stört, ist die zunehmende enge militärische Verflechtung der Republik Zypern mit Israel. Präsident Erdogan hat das Land zum Erzfeind ausgerufen, da er den israelischen Premier Benjamin Netanjahu für „schlimmer als Hitler“ hält. Schon seit den 2010er Jahren haben Israel und Zypern gemeinsame Militärmanöver durchgeführt, viele davon unter Beteiligung des türkischen Erzfeindes Griechenland. Im Dezember 2024 lieferte Israel das Flugabwehrsystem Barak MX an Zypern. Zuvor hatte die Regierung in Nikosia bereits aus Israel Drohnen, Maschinengewehre und andere Militärausrüstung bezogen.
So drohte der türkische Präsident bereits 2022 dem westlichen Nachbarn Griechenland unverhohlen mit einer Invasion:
«Wir können plötzlich eines Nachts kommen» – Recep Tayyip Erdoğan

Recep Tayyip Erdoğan malt das griechische Feindbild in immer schrilleren Farben. Das hat aber auch mit geostrategischen Verschiebungen im östlichen Mittelmeer zu tun. Der griechisch-zyprische Inselpräsident Nikos Christodoulides hat unterdessen das Interesse seines Landes an einem Nato-Beitritt bekundet. Auch aus Sicht der Allianz wäre das ein Win-Win-Szenario, aber dazu braucht es die Zustimmung des Nato-Mitglieds Türkei. Damit ist nicht zu rechnen, solange die Zypernfrage ungelöst ist.
Noch Ende 2024 warnte das türkische Außenministerium vor einem „Rüstungswettlauf“. Monate zuvor hatte die Türkei die Modernisierung des Militärflughafens Lefkoniko angekündigt. Dieser soll als Basis für den Einsatz von Drohnen ausgebaut werden. Zudem kündigte die Türkei den Bau neuer Marinestützpunkte an. Mit der geplanten Stationierung Zehntausender zusätzlicher Soldaten treibt Erdogan jetzt die Rüstungsspirale auf der Mittelmeerinsel weiter voran…

Aktuell verschärft sich auch in einem anderen Gebiet der Ton. Ein Milliardenprojekt im Mittelmeer stockt, weil der türkische Präsident Kriegsschiffe losschickt. Recep Tayyip Erdoğan droht mit Militär! Ist das der Auftakt einer Eskalation?
Ein Datenkabel durch das Mittelmeer soll Westeuropa über Griechenland und Zypern mit Saudi-Arabien verbinden. In einer zweiten Phase ist eine Verlängerung der superschnellen Datenverbindung nach Indien Konkurrenzprojekt zu Chinas Neuer Seidenstraße geplant. Doch die Türkei legt sich quer. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan will die Verlegung des Kabels offenbar notfalls mit militärischen Mitteln verhindern.
Ich denke, du solltest all das Hintergrundwissen haben, bevor Du den Schritt nach NordZypern wagst, da ich diese Informationen auf keinen der beschriebenen „Rosaroten Wolken“ und „Paradies“ Aufklärer Videos und Vorträge, der „glücklichen Auswanderer“ und „Immobilienspezialisten“ sehe , höre oder lese!
Euer consiliarius
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[…] für ihren nächsten Einsatz zu geben. Ob der nächste Einsatz wieder im Atlantik ist oder sogar vor der Küste Israels wird sich dann […]
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