Ich bin ja nun mittlerweile schon viel gewöhnt, wenn ich mir die Presse- und Medienlandschaft in den letzten Jahren anschaue. Aber was ich diese Woche erleben durfte, verschlug mir direkt den Atem. Ich fühlte mich direkt wieder in die Zeiten des NSDAP-Gauleiter Julius Streicher mit seiner Antisemitische Zeitung „Der Stürmer“ zurückversetzt. Der Stürmer bediente sich einer besonders hetzerischen Sprache und zeichnete sich durch drastische Bilder und Karikaturen aus.
„Deutsches Wochenblatt zum Kampfe um die Wahrheit“
Streicher gehörte dann zu den 24 angeklagten Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg und wurde 1946 wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tod durch den Strang verurteilt und hingerichtet.
Diese Woche zeigten sich dann die Erben seiner abgrundtiefen Hetze und geistigen Gedankenguts. Die „Oberösterreichische Nachrichten“ (OÖN) nutzten die bekannte Methode der „Nazi-Propaganda“ eines Josef Göbbels und Julius Streicher…
So erschien am 30. Juni 2019 in der Online, wie Printversion der „Nachrichten.at“ folgende Karikatur des Zeichners Gerald Mayerhofer…

Nun kann jeder von der Identitären Vereinigung halten, was er möchte und in Zeiten unsäglicher Medienhetze gegen Andersdenkende und Meinungen abseits der „Political Correctness“ sind die Angriffe von allen politischen Seiten derzeit schwer erträglich. Allerdings hat die OÖN hier eine neue Hemmschwelle übertreten, die seinesgleichen sucht.
Zum Einen wird hier ganz offen und unverhohlen die VERGASUNG mit GIFTGAS von politischen Gegnern als legitimes Mittel propagiert, zum Anderen werden Menschen mit anderen Ansichten ENTMENSCHLICHT durch eine Darstellung von Ungeziefer, welches man straflos beseitigen darf! Das hatten wir schonmal im Deutschsprachigem Raum und nannte sich „National-Sozialismus“!
Bild/Link führt zu einer Studie „Ungeziefer, Aas und Müll. Feindbilder der Propaganda“Waren es zu Zeiten von Göbbels und Streicher „Die Juden“ wie „Russen“, welche als „Nichtlebenswertes Ungeziefer“ zum Ausrotten freigegeben wurden, sind es heute die politischen Gegner in Persona von „Identitären“ oder FPÖ wie AfD Parteimitgliedern/Wählern. Und so sehr sich der Wimmer Medienkonzern auch den Anschein des Modernen verpassen mag, hinter dem neuen Gesicht steht der Muff aus alten Tagen!


Jetzt könnte man meinen, dass zum Thema Karikaturen ja schon einiges passiert ist, wenn man an die Dänischen Mohammed Zeichnungen denkt oder gar an Charlie Hebdo aus Frankreich. Verunglimpfungen, Beleidigungen und menschenverachtende Propaganda wird heute unter dem Deckmäntelchen der „Satire darf Alles“ a la Böhmermann versteckt, aber das man ganz offen zur Ermordung von Menschen aufruft, ist mir neu.
Das es der Redaktion aus dem Hause Wimmer/OÖN ernst mit dieser Darstellung ist, zeigte allein die Reaktion auf den Proteststurm, welcher sich auf beispielsweise auf Twitter gegen diese Darstellung erhob. In den Printmedien erschien diese Meldung:

Die CHEFREDAKTION hatte also eingesehen, dass die „Redaktionellen Sicherungsmaßnahmen“ versagt haben. Wie sieht das aus? Haben also ALLE Redakteure Urlaub gehabt und der Drucker/Setzer hat dann mal auf eigene Faust die Zeitung in Auftrag gegeben? Mitnichten, Herr Mandlbauer, Braun, Mascher und Arnoldner. Sie haben hier ganz bewusst provoziert und es mit voller Überzeugung in die Öffentlichkeit gebracht. Warum ich das behaupte? Ganz einfach, denn Online passierte dies hier…

Wie zum Hohn, veröfentlichen Sie auch in den sozialen Medien Ihr „Bedauern“, lassen aber die „Karikatur“ einfach weiter Online! Obwohl Sie einen Shitstorm und unzählige Aufforderungen zur Löschung dieses Tweet´s bekamen, passierte NICHTS! Stellvertretend für alle zu recht aufgebrachten Menschen und Postings, veröffentliche ich hier beispielhaft meine eigenen:

Erst, als ich dem Medienhaus mitteilte, dass ich STRAFANZEIGE gestellt habe, verschwand die Karikatur wie von Geisterhand ganz urplötzlich.
Aus der Verantwortung können sich diese Herren derzeit durch das ihnen begünstigte politische Klima schon ziehen, jedoch nicht auf Dauer. Wie im Falle Julius Streicher und Josef Göbbels wird der Tag einer Rechenschaft für ihre Taten kommen. Daher müssen wir hier festhalten, wer die Macher hinter dieser schamlosen Menschenjagd sind.

Gino Cuturi (43) ist seit 1. Januar 2019 Sprecher der Geschäftsführung und verantwortet Lesermarkt, Druck und Vertrieb der OÖN/Wimmer Medien
Seine OÖN Redaktion:
Chefredakteur: Mag. Gerald Mandlbauer
Stellv. Chefredakteure: Mag. Wolfgang Braun, Mag. Dietmar Mascher, Thomas Arnoldner (CvD)
Leitendende Redakteure: Josef Achleitner (Leiter der OÖN-Akademie, Koordination EU- und Außenpolitik), Helmut Atteneder, Anneliese Edlinger, Barbara Rohrhofer
Ressortleiter: Mag. Wolfgang Braun (Politik), Mag. Clemens Thaler (Online)
Gerald Mayerhofer versorgt die OÖN-Leser regelmäßig mit seinen Karikaturen

Der 55-Jährige mit einer bunten Vergangenheit liefert regelmäßig seinen „politischen Kommentar zum Tag“ in Bildform ab. So fokussiert er sich beim Brainstorming oder „Schmieren“ wie er es nennt auf einen Bereich. „Meine Karikaturen passieren nicht ad hoc„. Ich bin nicht der Pointenschleuderer. Ich muss mich hinsetzen und nachdenken.“ Es ist somit ausgeschlossen, dass es sich bei der Karikatur zu den Identitären um einen „Schnellschuß“ oder eine unüberlegte Handlung handelt. Nein, es ist das Ergebnis einer wohldosierten Meinung und geistigen Haltung, die sich in seinen Zeichnungen wiederspiegelt.
Mayerhofers Atelier liegt im dritten Stock eines Wiener Gründerzeithauses in der Siebensterngasse 42, Wien. Er freut sich auch immer über persönliche Nachrichten zu seinen Werken als Mail an hello@geraldmayerhofer.com oder telefonisch unter 0660 / 111 2345
Nun, Herr Mayerhofer, vielleicht nutzen Sie Ihre Zeit einmal, beschäftigen sich mit der juristischen Lage in Österreich und lesen diesen Artikel der Universität Salzburg mal aufmerksam durch:
Beispielhafte Aufzählung strafbarer volksverhetzender Äußerungen
„Die…sollte man vergasen“
„Die …sind Untermenschen“
Gleichstellung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe mit Tieren, die man abschießen könne
Türschild „… und ähnlichem Ungeziefer ist der Zutritt nicht erlaubt“
Das was Sie betreiben ist der Gipfel von menschenverachtender Hetze, übler Nachrede und Rassismus. Sie nennen faschistisches Gedankengut Ihr Eigen und haben keinerlei Anstand gegenüber politischen Gegnern sowie der Meinungsfreiheit.
Sie und der Haufen aus dem Wimmer Medienkonzern, der sich „Journalisten“ schimpft, sind der Inbegriff des neuen deutschen Stürmer! Man kann nur hoffen, dass es bald ein rechtsstaatliches Verfahren gegen Sie alle gibt und Sie Konsequenzen aus Ihrem Machwerken spüren werden…
Hat Dir der Artikel gefallen, dann darfst Du gerne meinen Tip für den Kaffee übernehmen…
Mit dem Gegenwert einer Tasse Kaffee oder gerne den Betrag, der Dir dieser Artikel wert ist, kannst Du mir hier www.paypal.me/consiliarius Deine Anerkennung zeigen




Hinterlasse einen Kommentar